dolomiten-sellaronda.jpg Foto: unsplash.com/Krzysztof Kowalik

Beeindruckendes Massiv in den Dolomiten, für Skifahrer:innen mit Farbfehlsichtigkeit allerdings eine Herausforderung.

Sellaronda: Schlechte Orientierung für Farbfehlsichtige

Das Sella-Massiv in den Dolomiten ist ein für den Wintersport gut erschlossener Fels in Südtirol. Man kann die gut 40 km an einem Tag umrunden und gelangt dort in verschiedene Skiorte in den Tälern. Für Farbsehschwache und Farbenblinde allerdings nicht ohne Probleme.

Diese beliebte Sellaronda kann im Uhrzeigersinn (orange angezeigt) oder gegen den Uhrzeigersinn (grün) gefahren werden. Für Farb-Fehlsichtige ist die Orientierung im Skigebiet fast unmöglich. Gelegentlich helfen die seltenen Richtungspfeile mit dem Uhrzeigersinn, den man sich dann einprägen muss.

Wie andere Zwei-Farb-Codierungen auch, stehen sie nicht immer nebeneinander, sondern vielmehr allein. Das macht das Geknobel für uns noch schwerer. Zwei weitere Dinge kommen erschwerend hinzu: Zum einen bleichen die farblichen Markierungen in der Sonne aus, die Unterscheidung wird dann noch schwerer. Zum anderen hat man als Kontrastfarbe zu grün ausgerechnet die Mischfarbe orange gewählt. Selbst rot wäre besser gewesen, denn damit hätten wir eine bessere Hell(grün)-Dunkel(rot)-Unterscheidung.

Info zur Simulation

Eine Simulation bildet nicht die komplette Realität von Betroffenen ab.
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Foto: Shutterstock/Julia Kuznetsova

Beschilderungen können, je nach Ausprägung einer Farbfehlsichtigkeit, problematisch sein, besonders, wenn sie noch alleine stehen.

Auch hier kann man leicht zu einer inklusiven Codierung gelangen: Eine der beiden Farben könnte blau oder schwarz sein. Ebenso funktionieren ergänzende Markierungen mit Zahlen (1 und 2), Buchstaben (A und B) und Symbolen.